Das Wichtigste
in Kürze

  • Eine Website zu lokalisieren, heißt, diese so an die Gepflogenheiten eines Landes oder eines Zielmarktes anzupassen, dass sie im dortigen kulturellen Kontext funktioniert.
  • Lokalisierungen umfassen Textinhalte, aber auch Gestaltungselemente wie Textlängen, Schrifttypen und –größen oder Verwendung von Bildern und Farben.
  • Ziel einer Lokalisierung ist es, ein authentisches Nutzererlebnis zu schaffen: Die User sollen sich auf Ihrer Website verstanden und zu Hause fühlen.

Lokal denken,
global erfolgreich sein

Es klingt paradox, ist aber logisch: Wer als Unternehmen global erfolgreich sein und in fremdsprachige Märkte expandieren möchte, muss in seinem Auftreten lokal denken.

Gerade bei Internetauftritten ist entscheidend, dass die User sich „zu Hause fühlen“: also nützliche, für sie relevante Informationen erhalten, die auf vertraute Weise dargeboten werden.

Sprache – der Ort der Wahrheit

Vertrautheit, und damit Glaubwürdigkeit, entsteht ganz wesentlich über Sprache. Aber auch wenn Länder und Regionen sich eine Sprache teilen, gibt es mal erhebliche und mal feine Unterschiede: In Deutschland wird anders Deutsch gesprochen als in Österreich oder der Schweiz. Das britische Englisch kennt andere Redewendungen als das amerikanische. Und Spanier verwenden Begriffe anders als die Menschen in den Ländern Mittel- und Südamerikas, in denen ebenfalls Spanisch gesprochen wird. Lokalisierung bedeutet also, Inhalte so zu übersetzen, dass sich Menschen in einer spezifischen Region angesprochen fühlen.

Zur Anpassung an lokale Gepflogenheiten gehört es außerdem, formale und rechtliche Anforderungen zu beachten – gerade im Geschäftsleben. Das betrifft:

  • Datums- und Uhrzeitformate
  • Maße und Gewichte
  • Telefonnummern und Kontaktadressen

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Ganz gleich, welche Sprache Sie gern adaptiert hätten – uns fehlen sicher weder die Worte noch Ihnen der Service.

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Gestaltung – wenn Weiß nicht gleich Weiß ist

Doch nicht nur Sprache stellt Vertrautheit her. Auch andere kulturelle Inhalte werden regional ganz unterschiedlich wahrgenommen und verstanden. Dazu gehören:

  • Formen und Farben
  • Bilder und Symbole
  • Werte und Überzeugungen
  • Rituale und Etikette
  • Mythen und Humor

Anhand von Farben lässt sich das gut zeigen: Weiß zum Beispiel wird im westlichen Kulturkreis mit Reinheit, Perfektion und Unschuld, aber auch mit Isolation assoziiert. In einigen asiatischen Ländern ist Weiß hingegen eine Trauerfarbe.

Farben haben also einen großen emotionalen und psychologischen Einfluss auf den Menschen. Farben können Botschaften übermitteln, auch sie „sprechen eine Sprache“.

All das zeigt: Lokalisierung geht über bloßes Übersetzen weit hinaus und muss – neben den Textinhalten – unbedingt auch die Content-Gestaltung berücksichtigen.


SEO – wie Lokalisierung den organischen Traffic steigert

Was Lokalisierung bewirken kann, belegt eine Case Study von SearchPilot. Ein Mode-Webshop steigerte den organischen Traffic um 24%, indem er seine Texte für den US-Markt anpasste. Ursprünglich wurden britische Begriffe verwendet, die vom Großteil der amerikanischen User aber offensichtlich nicht richtig verstanden wurden.


Prozesse und Workflows – mit Agilität effektivere Ergebnisse erzielen

Nehmen wir an, Sie möchten News auf einer internationalen Website veröffentlichen: Wie stellen Sie sicher, dass sie in allen Sprachen möglichst zeitgleich veröffentlicht werden können?

Dies funktioniert nur mit einem gut durchdachten Workflow.

Wie bei der Website-Entwicklung selbst etablieren sich auch bei ihrer Übersetzung zunehmend agile Arbeitsmethoden. Mit gutem Grund: Eine Website ist kein „Produkt“, sondern ein permanenter Prozess, der nie wirklich abgeschlossen ist. Folglich fließen die Inhalte zwischen Entwicklern, Designern, Redakteuren und eben auch Übersetzern fortlaufend hin und her.

Der Vorteil agilen Übersetzens ist offensichtlich: Alle beteiligten Gewerke können voneinander unabhängig arbeiten – und das spart Zeit und Geld.

5 Schritte zur Website-Lokalisierung

  • Lokalisierung schon in der Konzeptphase der Website mitdenken
  • Zielmärkte priorisieren – z. B. anhand der Website-Zugriffe
  • Inhalte herausfiltern, die für das Zielland relevant sind – den Rest ignorieren
  • Texte berücksichtigen – aber auch den visuellen Kontext wie Farben, Bilder, Videos
  • Content aktuell halten – auf der Hauptseite und den übersetzten Länderseiten