Das Wichtigste
in Kürze

  • Übersetzen ist eine empathische, kreative und im Kern menschliche Tätigkeit.
  • Sie kann technologisch unterstützt, aber wohl noch lange nicht komplett durch Maschinen ersetzt werden.
  • Fachübersetzer:innen sind Profis darin, Texte inhaltlich korrekt in eine andere Sprache und dabei auch in einen bestimmten kulturellen Kontext zu übertragen.
  • Je nachdem, ob es mehr auf sachlich-fachliche oder die kulturelle Übertragungsleistung ankommt, unterscheidet man in “Fachübersetzungen” oder “Adaptionen”. 
Begriffsdefinition
 

Übersetzen ist wie das Betreten eines anderen kulturellen Raum

Übersetzen bedeutet, einen Text in Schriftform aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache zu übertragen. Und das so unverfälscht wie möglich.

Das klingt trivial, stellt Übersetzer aber vor gleich zwei Herausforderungen:

Sie müssen den Ausgangstext genau verstehen, um ihn originalgetreu wiederzugeben. Und sie müssen mit der Zielleserschaft vertraut sein, damit die Botschaft auch so ankommt, wie sie gemeint ist.

Das heißt: Übersetzen ist eine empathische Tätigkeit. Sie verlangt Einfühlungsvermögen, Erfahrung und Kompetenz in mindestens zwei Sprachen und Kulturkreisen. 

Die Mutter aller Übersetzungen: Die Muttersprache

Kann man das lernen? Ja und nein. Natürlich gibt es Sprachtalente, die fünf, sechs, sieben Fremdsprachen sprechen. Nicht wenige unserer Mitarbeiter:innen können das. Und wirklich alle unserer Fachübersetzer:innen haben ein anspruchsvolles Auswahl- und Trainingsverfahren durchlaufen. Ein Hochschulabschluss in Sprachwissenschaften und die Spezialisierung in einem Fachgebiet sind außerdem die Regel.

Trotzdem gilt: Wirklich perfekt beherrschen die  selbst Sprachexperten nur ihre Muttersprache. Und weil es auf das Ergebnis, also den Zieltext ankommt, gilt bei Wieners+Wieners das Native Speaker-Prinzip: Jede:r Fachübersetzer:in überträgt einen Text grundsätzlich nur in die eigene Muttersprache.

Diese Grundregel greift gerade in den kreativeren Übersetzungsprojekten. Beispiel Werbe-Claim: Der kann nicht einfach übertragen, sondern muss gewissermaßen neu geschaffen werden. Da kommt es auf die Feinheiten an, auf Sprachwitz und Humor. Den haben Muttersprachler:innen einfach im Gefühl.

Heißt also: Übersetzen ist auch eine kreative Tätigkeit.

Doch gilt das immer? Was ist mit Texten, in denen es – Beispiel Geschäftsberichte – vor allem auf eine festgelegte Terminologie ankommt?

Tacheles in über 90 Sprachen

Ganz gleich, welche Sprache Sie gern adaptiert hätten – uns fehlen sicher weder die Worte noch Ihnen der Service.

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Viele Wege führen nach Rom. Auf allen trifft man auf Menschen.

Ganz grundsätzlich unterscheiden wir zwei Sorten von Übersetzungen:

  • fachliche Übersetzungen: Häufig im technischen oder juristischen Bereich. Hier ist Präzision bei den Begrifflichkeiten gefragt – und dementsprechend solide Fachkenntnis bei den Übersetzenden.
  • sinn- und stilgetreue Adaptionen: Wir sprechen auch von Transcreations. Hier kommt es auf sprachliche Finessen an. Ziel: Die Aussage auch dort treffen, wo eine direkte Übersetzung nicht funktioniert, beispielsweise weil Begriffe in der Zielsprache nicht existieren.

Natürlich ist jede Aufgabe anders. Deshalb kalkulieren wir unsere Angebote auch nicht ausschließlich anhand der Textmenge mit einem Preisrechner. Wir schätzen das Gespräch, um gemeinsam den besten Weg zu finden. Das spart Nerven, Zeit und damit auch Geld.

Oft werden wir gefragt, ob gerade bei Übersetzungen aus dem Deutschen ins Englische und umgekehrt ein maschinelles Übersetzungstool nicht schon ausreicht. Grundsätzlich ist unsere Antwort folgende:

Übersetzen ist und bleibt im Kern eine menschliche Tätigkeit.

Was natürlich nicht heißt, dass wir technische Hilfsmittel ablehnen. Ganz im Gegenteil.

Übersetzungen sind komplexe Projekte. Und Projekte wollen gemanagt werden. Schön, dass es die Digitalisierung gibt.

Je umfangreicher ein Übersetzungsprojekt, desto wichtiger, dass neben dem Inhaltlichen auch die Arbeitsabläufe stimmen. Und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen muss die Kommunikation zwischen Sprachdienstleister und Kunde reibungslos verlaufen. Zum anderen sollte der Übersetzungsprozess selbst gut strukturiert sein. Bei beidem helfen uns digitale Tools.

Arbeiten zum Beispiel mehrere Übersetzer:innen für einen Kunden oder gibt es zeitlich versetzte Teilprojekte, muss das Corporate Wording natürlich trotzdem personen- und projektübergreifend einheitlich bleiben. Hier greift das, was wir digitales Übersetzungsmanagement nennen. Und zwar in Form von sogenannten CAT-Tools (Computer-aided-Translation-Tools). Sie verfügen über:

  • Translation Memory Systeme zum Speichern, Wiederverwenden und Aktualisieren bereits bestehender Übersetzungen
  • Terminologie-Datenbanken als »digitale Glossare« zur einheitlichen Verwendung von zuvor definierten Begriffen mit entsprechender Übersetzung

Damit auf dem Weg zwischen übersetztem Text und fertigem Endprodukt, beispielsweise einer Website, nichts verloren geht, nutzen wir weitere digitale Lösungen zur CMS-Integration. So können wir Texte mit Hilfe von Konnektoren direkt und automatisiert exportieren und nach erfolgter Übersetzung wieder in Ihrem System ausspielen.

Um auch den Abrechnungsprozess zu erleichtern, gibt es unser Kundenportal. Dort haben alle Beteiligten jederzeit den Überblick über aktuelle und abgeschlossene Aufträge, über Budgets und Rechnungen.

Interesse an guten Übersetzungen?

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Übersetzen, adaptieren, lokalisieren – wir erklären den Unterschied

Sie möchten Ihre Produkte oder Dienstleistungen auch auf verschiedenen internationalen Märkten anbieten? Gerade für Projekte im interkulturellen Marketing bieten wir Adaptionen an. Man spricht – als Wortneuschöpfung aus „translation“ und „creation“ – auch von „Transcreation“.
Denn hierbei ist zusätzliche Kreativität beim Übersetzen gefragt.

Ein Wortspiel im Deutschen funktioniert in der Regel nicht auf Französisch. Auch Humor ist je nach Sprache eine sehr individuelle Sache.

Wir werden also kreativ und passen den Text so an, dass Botschaft und Grundgedanke in Stil und Tonalität dem Original entsprechen, aber zu den kulturellen Gepflogenheiten im Zielland passen.

Adaptionen sind nicht auf Werbekommunikation wie Claims oder Slogans begrenzt. Auch Fachtexte, Banner und Website-Texte müssen zum Zielmarkt passen. Nur so hinterlassen Sie einen professionellen Eindruck bei Ihren internationalen Kunden.

Klar ist: Nicht jedes Übersetzungsbüro kann das anbieten. Echte Transcreators müssen sich hineinspüren können in Sprache und Kultur des Ausgangs- wie des Zieltextes. Sie sind zugleich exzellente Übersetzer und kreative Texter. Und deshalb äußert selten.

Klar ist aber auch: Transcreation ist nicht in jedem Projekt notwendig. Und in manchen Fällen gar nicht möglich. Gerade Werbekampagnen spielen nicht selten auf kollektive Erfahrungen oder kulturelle Codes des Herkunftslandes an, die im Zielland der Übersetzung völlig unbekannt sind. Hier empfehlen wir anstatt einer Adaption über eine komplette Neukreation des Contents für die Zielgruppe im Zielmarkt nachzudenken.

Ein weit(er)es Feld für unsere Experten: Lokalisierung

Sie möchten, dass Ihre Botschaft in einem ganz bestimmten Zielland nicht nur verstanden wird, sondern auch auf Akzeptanz und Vertrauen stößt? Dann sollten Sie den Unterschied zwischen „Übersetzung“ und „Lokalisierung“ kennen.

Beim Übersetzen übertragen wir den Originaltext – einfach ausgedrückt – in die Zielsprache. Beim Lokalisieren – wir sprechen auch von einem Lokalisierungsverfahren – gehen wir wesentlich weiter. Denn in zwei Ländern, die eine Landessprache teilen, können ganz unterschiedliche Vorlieben oder Gepflogenheiten gelten. So macht es einen Unterschied, ob wir einen Text ins Spanische für Mexiko oder Spanien lokalisieren.

Bildinhalte können, je nach regionalem Kontext, eine andere Wirkung haben. Gleiches gilt für Redewendungen. Zu beachten sind auch funktionale Merkmale wie Telefonnummern, Uhrzeit- und Datumsformate sowie Maß- und Währungseinheiten.

Unsere Muttersprachler sorgen dafür, dass auch solche vermeintlichen Kleinigkeiten beachtet werden. Denn in formalen Fragen sind schnell gesetzliche Anforderungen berührt. Und dann kann’s teuer werden.

Es lohnt sich also zu wissen, was Lokalisierung bedeutet und wann sie notwendig ist. Doch wie gesagt: Wir haben das im Blick und beraten Sie gern!

Warum Humanübersetzer immer noch intelligenter sind

Mit Hilfe von Übersetzungstools lassen sich heute mit nur wenigen Klicks Übersetzungen in eine Vielzahl von Sprachen erstellen. Gerade wenn es schnell gehen soll, ist das verlockend und oftmals kostenlos. Und auf den ersten Blick sieht es gar nicht schlecht aus. Aber können Sie sich sicher sein, dass die Übersetzung sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch korrekt ist?

Schauen wir doch mal, wie zuverlässig die kostenlosen Onlinetools wirklich sind.

Es ist noch gar nicht so lange her, da sahen die Ergebnisse von Übersetzungstools ungefähr so aus:

Solches Programm von Übersetzung vollautomatisch wirklich praktisch sind.

Dank Künstlicher Intelligenz hat sich die Qualität der Übersetzungen von Übersetzungstools mittlerweile stark verbessert.

Warum sollten Sie also noch professionelle Übersetzungsdienstleistungen eines Übersetzungsbüros benötigen? Genügen die maschinellen Übersetzungen nicht bereits Ihren Ansprüchen?

Im informellen Austausch mit Kollegen in der ganzen Welt sind Google Übersetzer oder DeepL sehr bequem und effizient. Eine andere Frage ist die nach der Qualität von Übersetzungen, beispielsweise im Rahmen von Marketingprojekten, bei denen hochwertiger Unique Content gefragt ist.

Schauen wir uns folgendes englisches Textbeispiel an:

Our translators are also doubly qualified. Your engine construction website, for instance, would be translated by someone who is an accredited translator who also has a diploma in engineering. Such a specialist would not only tick all the linguistic boxes, but the subject matter ones, too!

Wie übersetzt der Google Übersetzer den Text ins Deutsche?

Unsere Übersetzer sind auch doppelt qualifiziert. Ihre Website zum Motorenbau wird beispielsweise von jemandem übersetzt, der ein akkreditierter Übersetzer ist und auch ein Diplom in Ingenieurwesen besitzt. Ein solcher Spezialist würde nicht nur alle sprachlichen Kästchen ankreuzen, sondern auch die thematischen!

Auf den ersten Blick ist die Qualität nicht schlecht. Nur der letzte Satz erscheint merkwürdig, obwohl Satzbau und Grammatik korrekt sind.

Welche Übersetzung bietet DeepL?

Auch unsere Übersetzer sind doppelt qualifiziert. Ihre Website zum Motorenbau würde zum Beispiel von einem akkreditierten Übersetzer übersetzt, der auch ein Ingenieurdiplom besitzt. Ein solcher Spezialist würde nicht nur alle sprachlichen, sondern auch die fachlichen Kästchen ankreuzen!

Abgesehen davon, dass der erste Satz seine ursprüngliche Bedeutung verliert, da das „Auch“ vorangestellt ist, sind Satzbau und Grammatik hier ebenfalls korrekt. Doch auch hier ist im letzten Satz von einem „alle Kästchen ankreuzenden“ Fachübersetzer die Rede.

Sowohl der Google Übersetzer als auch DeepL haben die englische Redewendung „to tick all the boxes“ nicht „verstanden“. Die Gesamtbedeutung der einzelnen Wörter wurde von beiden Übersetzungstools nicht „erkannt“ und nur wörtlich übersetzt:

„to tick all the boxes“ bedeutet sinngemäß „alle Kriterien erfüllen“.

Dieses Beispiel zeigt, dass Übersetzungstools wie DeepL oder der Google Übersetzer aktuell (noch) nicht zuverlässig arbeiten, wenn es darum geht, mehrsprachige Texte fehlerfrei und passgenau für die jeweilige Zielgruppe zu liefern.

Welche Übersetzungsart für welchen Text?

Für das schnelle Verstehen von Texten oder dem gesprochenen Wort beim informellen Austausch unter Kollegen ist eine maschinelle Übersetzung oft ausreichend. Vor allem, wenn es eher um den Zusammenhang geht. Aber auch wenn die Künstliche Intelligenz sich täglich verbessert, kommt die maschinelle Übersetzung noch lange nicht an die Fähigkeit von Humanübersetzern heran.

Menschliche Übersetzer erkennen durch angelerntes Wissen im jeweiligen Fachgebiet und in ihrer Sprache die Gesamtbedeutung von „festgelegten“ Wortgruppen. Dadurch sind sie in der Lage, den Inhalt eines Dokuments in ihre Muttersprache zu übersetzen und auch kulturell anzupassen. Zu solchen Transcreations wären Übersetzungstools überhaupt erst in der Lage, wenn sie Zugriff auf Daten hätten, die ihnen das jeweils notwendige Bedeutungswissen „vermitteln“.

Gerade in der Marketing-Branche, in der das Spiel mit Sprache und aktuellen Sprachtrends zu bewussten Normabweichungen führt, kommen Übersetzungstools an ihre Grenzen.Den oben beschriebenen englischen Beispieltext haben unsere Marketing-Fachübersetzer übrigens so übersetzt:

Unsere Übersetzer verfügen zudem über Doppelqualifikationen. Ihre Website für Motorenkonstruktion würden wir beispielsweise von einem diplomierten Übersetzer, der gleichzeitig Diplom-Ingenieur ist, übersetzen lassen. Denn für einen solchen Spezialisten bleiben weder sprachlich noch inhaltlich Fragen offen.

5 Punkte, an denen man eine gute Übersetzung erkennt

Der Inhalt deckt sich
Klingt banal, ist aber nicht selbstverständlich. Eine hochwertige Übersetzung ist originalgetreu. Sie transportiert die Botschaft, lässt nichts weg und fügt nichts hinzu.

Die Schreibweise stimmt
Eine gute Übersetzung hält sich an Rechtschreib- und Grammatikregeln. Und zwar an die der Zielsprache. Satzbau und Zeichensetzung stimmen. Landesspezifische Konventionen, beispielsweise bei Leerzeichen, Anführungszeichen, Dezimalzeichen, werden beachtet.

Die Terminologie sitzt
Gute Übersetzer sind nicht nur Sprachtalente, sondern auch Experten in ihrem Fachgebiet. Sie kennen die einschlägigen Fachbegriffe und verwenden diese einheitlich. Dabei hilft durchdachtes Terminologie-Management.

Passgenaue Zielgruppenansprache
Eine gute Übersetzung passt sich an das fachliche Vorwissen der Rezipierenden an – und an deren kulturellen Hintergrund. Ein Werbetext zum Beispiel muss nicht nur übersetzt werden (etwa ins Spanische), sondern zusätzlich auch für den jeweiligen (beispielsweise mexikanischen) Markt adaptiert werden.

Der Stil bleibt
Gerade kreative Texte haben oft einen ganz eigenen „Sound“. Der lässt sich schwer nachahmen und noch schwerer in eine Fremdsprache übertragen. Hier einen Stil zu finden, der authentisch ist und für sich steht, dabei den Ursprungstext aber inhaltlich nicht verfälscht, ist die vielleicht größte Herausforderung für Übersetzer.

Wenn all das eingehalten wurde, ist man einem ordentlichen Ergebnis schon sehr nahe. Am Ende nutzen wir – quasi als ultimativen Qualitätscheck – allerdings immer die folgende Faustregel:

Eine gute Übersetzung klingt nicht wie eine gute Übersetzung. Sie klingt wie ein gut geschriebener Text.